Durch die Verwirbelung werden alle Partikel einzeln von Luft umströmt. Dadurch steht die gesamte Partikeloberfläche für den Wärme- und Stoffaustausch zur Verfügung und der Feststoff wird intensiv durchmischt. Deshalb weist die Wirbelschichttechnik folgende Vorteile auf:
- sehr gleichmäßige Behandlung aller einzelnen Partikel
- hohe Effizienz bei allen Trocknungs-, Temperier- und Kühlprozessen
- sehr präzise Temperaturkontrolle, keine Überhitzung von einzelnen Partikeln
Anlagentechnik
Eine gesamte Wirbelschicht-Anlage beinhaltet – unabhängig von der Art des Prozesses oder den gewünschten Produkteigenschaften – immer folgende Peripherie:

- Der Wirbelschichtapparat ist das Kernstück der Anlage; hier findet der Prozess der Granulation und Trocknung bzw. das Coating statt.
- Die Luft, die zur Fluidisierung und Trocknung dient, wird in der Luftaufbereitung erwärmt und ggf. entfeuchtet.
- Die zu Versprühende Flüssigkeit wird hier gehandelt. Es sind mindestens eine Pumpe und ein Tank nötig.
- Die Abluftbehandlung beinhaltet mindestens ein Filter. Dieses ist entweder in den Wirbelschichtapparat eingebaut (wie dargestellt) oder außerhalb angeordnet. Zusätzlich kann eine zweite Reinigungsstufe angeschlossen werden, die entweder als Filter oder Gaswäscher (dargestellt) ausgeführt werden kann.
- Das aus der Wirbelschicht ausgetragene Produkt wird meist klassiert. Dieses kann durch eine externe Siebung (dargestellt) oder durch sichtenden Austrag stattfinden. Bei Chargenprozessen kommt nur eine externe Klassierung zur Anwendung.
- Das Fertigprodukt wird meist noch zur Verpackung oder Lagerung gefördert.
- Die Verpackung gehört natürlich ebenfalls zur Gesamtanlage.
Das von uns entwickelte apparatetechnische Konzept entspricht den ATEX-Richtlinien bis zu einer Staubklasse von ST3 und ist CE-konform, außerdem kann mit geringem Aufwand die Düsenkonfiguration, der Anströmboden, die Wirbelschicht, der Granulataustrag sowie die Abluftreinigung den kundenspezifischen Anforderungen angepasst werden.